Historie

Die Musik des Münchner Hofes reicht zurück bis in das frühe 16. Jahrhundert. Der bis dato unorganisiert und willkürlich zusammen musizierende Kreis von Musikern wurde erstmals durch den Hofkomponisten Ludwig Senfl zu einem professionellen Ensemble vereinigt.

Mit der Berufung von Orlando di Lasso, dem »princeps musicorum« (Fürst der Musiker) nach München zum Leiter der Hofkapelle durch Herzog Albrecht V. von Bayern im Jahre 1556 begann die Blütezeit des Orchesters.  Auch in den nachfolgenden 200 Jahren galt die Münchner Hofkapelle als hoch geachtetes Eliteensemble. Mit Agostino Steffani, Pietro Torri, Evaristo Felice dall' Abaco wirkten herausragende Musiker am Münchner Hofe. 

Durch den Zusammenschluss mit der bedeutenden Mannheimer Hofkapelle nach Amtsantritt des Thronfolgers Kurfürst Karl-Theodor 1777 erlangte das Orchester einen weiteren künstlerischen Höhepunkt. Höfische Musikpflege sowohl im weltlichen als auch im geistlichen Bereich und die Berufung hoch geachteter Sänger und Musiker war für die Repräsentation des bayerischen Hofes ebenso wichtig wie die Bedeutung architektonischer Prachtbauten. Bezogen auf die Landesgröße einmalig, wurde Bayern somit zur herausragenden künstlerischen und kulturellen Zentrum Europas. Es erfolgte der Zusammenschluss mit der Mannheimer Hofkapelle, aus welcher sich das heutige Bayerische Staatsorchester entwickelte.

1992 wurde die Neue Hofkapelle München in Rückbesinnung auf die Hofkapelle des Kurfürsten unter der Leitung von Christoph Hammer ins Leben gerufen. Dieses Ensemble formierte sich im Jahr 2009 unter der Leitung des Barockgeigers und Dirigenten Rüdiger Lotter als Hofkapelle München neu.